AK Senioren

 

Am 17.4.2019 haben mich die Mitglieder des Arbeitskreis (AK) Senioren, Planung und Entwicklung in der Gemeinde Hohenhameln zum Sprecher gewählt. Dem AK gehören Vertreter aller im Rat vertretenen Fraktionen und Einzelpersonen an, zudem die Seniorenbeauftragten unserer Gemeinde, Vertreterinnen und Vertreter unserer Generationenhilfe Hand in Hand im Bördeland und einer Vertretung unserer Gemeindeverwaltung. Bis zum Beginn der Corona-Pandemie 2020 haben wir sieben Sitzungen durchgeführt.

Neben den bisher behandelten Schwerpunktthemen Mobilität und Wohnen haben wir uns vorgenommen, zukünftig die weiteren  Themen Gesundheit, Freizeit, soziale Strukturen und Gemeindeentwicklung zu bearbeiten.

 

Abschluss eines Kooperationsvertrages zwischen der Gemeinde Hohenhameln und der HAWK

 

Die Gemeinde Hohenhameln hat am 16.7.2020 auf meine Initiative als Sprecher des AK einen Kooperationsvertrag mit der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim/Holzminden/Göttingen (HAWK) zur Erstellung eines schriftlichen Entwicklungskonzepts durch die HAWK für die Gemeinde Hohenhameln abgeschlossen.

Nach meiner Auffassung ist das Thema Gemeindeentwicklung dabei elementar für die Zukunft unserer Gemeinde und hat sich insbesondere aus dem Ergebnis einer gemeindeweiten Fragebogenaktion ergeben, die maßgeblich durch unsere Generationenhilfe Hand in Hand entwickelt und durch den AK Senioren nachdrücklich unterstützt und begleitet wurde.

Das Ergebnis der ausgewerteten Fragebogen hatten Vertreter der Generationshilfe dem AK im Oktober 2019 vorgestellt. In einem weiteren Schritt wurden der gemeindliche Sozialausschuss und der Rat der Gemeinde Hohenhameln im Dezember 2019 informiert. Nach meiner Ansicht ist die Arbeit damit aber nicht erledigt. Obwohl die Auswertung der Fragebogen kein repräsentatives Ergebnis darstellt, ergeben sich doch Aufgabenstellungen im Hinblick auf die zukünftige strategische Ausrichtung der Gemeinde. Von daher ist beabsichtigt, die Bevölkerung in einer öffentlichen Veranstaltung über das Ergebnis zu informieren.

Bevor das geschieht, soll das Fragebogenergebnis mit Zustimmung der Generationenhilfe und Unterstützung des AK Lehrenden und Studierenden der HAWK zu Evaluations- und Analysezwecken zur Verfügung gestellt werden, um praxisnahe Lehre und Forschung zu vermitteln. In Abstimmung mit der HAWK wurden ausschließlich das Fragebogenergebnis und keine einzelnen Fragebogen zur Verfügung gestellt. Insbesondere sollen im Rahmen der Kooperation durch die Ergebnisse der Fragebogenerhebung Rückschlüsse auf die Gemeindesituation in Hohenhameln gezogen werden und ein aktuelles „Stimmungsbild“ zur Situation in der Gemeinde rekonstruiert werden. In vertrauensvoller Zusammenarbeit und Abstimmung zwischen den Kooperationspartnern und den mit der Aufgabenstellung betrauten Lehrenden der HAWK werden die Ergebnisse schriftlich niedergelegt und Maßnahmen sowie Handlungsempfehlungen entwickelt, die bei Bedarf in ein Gemeindeentwicklungskonzept für die Gemeinde Hohenhameln integriert werden können. Dafür bedarf es eines abgestimmten Kooperationsvertrages zwischen der Gemeinde und der HAWK, in dem nähere Einzelheiten geregelt sind.

In Absprache mit der HAWK wird von dort die wissenschaftliche Bearbeitung im Wintersemester 20/21 erfolgen. Ziel ist es, die Einwohner der Gemeinde Hohenhameln über das dann vorliegende Ergebnis der HAWK in 2021 zu informieren.

 

Einführung Rufbus in der Gemeinde Hohenhameln mit Anbindung an den Bahnhof Algermissen

Nachfolgend dazu meine Rede als AK-Sprecher zur Beschlussvorlage (BV) 2020/090 in der Ratssitzung am 10.12.2020:

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir haben heute die Möglichkeit, mit Zustimmung zu dieser BV unseren Bürgerinnen und Bürgern ein attraktives Angebot zu machen, um damit im Rahmen eines Modellprojekts zur Verbesserung des ÖPNV in unserer Gemeinde beitragen zu können.

Hierbei geht es um die Einführung flexibler Bedienformen (Amtssprache) – ich nenn das mal Rufbus – im ÖPNV in der Gemeinde Hohenhameln mit Anbindung an den S-Bahnhof Algermissen.  Ein neuartiges Verkehrsangebot mit dem Vorteil für den ländlichen Raum, ohne festen Linienverlauf nach den Wünschen der Fahrgäste Fahrgelegenheiten anzubieten. Im Vergleich zum Linienverkehr sind der Fahrzeugeinsatz effektiver und effizienter, das Bediengebiet größer und Reisezeiten kürzer.

Als Sprecher des gemeindlichen AK Senioren, Planung und Entwicklung habe ich in unserer Stellungnahme an unsere Gemeinde zum Entwurf des Nahverkehrsplans 2020 des RGB für den ländlichen  Raum u. a. genau solche neue Formen des ÖPNV gefordert. Mit diesem Angebot des RGB sind zwei unserer Forderungen in einer Maßnahme zur Verbesserung des ÖPNV aufgegangen: die Anbindung zum Bahnhof Algermissen und die Einbindung in ein Modellprojekt Rufbus. Danke nochmals an die Verwaltung, dass unsere Anregungen und Forderungen damals so in die gemeindliche Stellungnahme mit aufgenommen wurden. Wir freuen uns jedenfalls sehr über unseren Erfolg und das Angebot des Regionalverbandes.

Natürlich kostet das auch Geld, was hier nicht verschwiegen werden soll. Kalkuliert wird mit einem jährlichen Defizit von ca. 160.000 Euro, wovon der Regionalverband 50%, also ca. 80.000 Euro übernimmt, und die restlichen 80.000 Euro wären durch die Gemeinde und den Landkreis Peine aufzubringen. Bei fairer Lastenteilung sind durch die Gemeinde Hohenhameln und den Landkreis Peine für die Haushalte 2022ff  jeweils 40.000 Euro zu veranschlagen. Der Landkreis Peine hat auf meine Nachfrage positiv auf dieses Projekt reagiert und signalisiert, dass man sich vorstellen kann, aus dem laufenden ÖPNV-Budget des Landkreis-Haushaltes den anteiligen Betrag mit zu finanzieren. Dazu müssen allerdings zunächst die betreffenden Haushalte verabschiedet sein. Und wenn der Förderantrag des Regionalverbandes dann noch positiv beschieden wird, sind vom Land Niedersachsen bis Dezember  2022 Fördergelder zu erwarten, die die Eigenanteile in diesem Zeitraum um 50% reduzieren.

Die Gemeinde Hohenhameln würde damit zu den ersten Projekten im Verbandsgebiet des Regionalverbandes Braunschweig gehören und das Ganze würde im Dezember 2021 starten. Die Anbindung von Hohenhameln und Clauen an den S-Bahnhof Algermissen ist ein langgehegter Wunsch von Bürgerinnen und Bürgern und der Verwaltung. Durch das Konzept des Rufbusses können die Anbindung nach Algermissen und innergemeindliche Verkehre miteinander verbunden werden. Nach dem Konzeptpapier könnten, vorbehaltlich einer noch durchzuführenden technischen Prüfung, zunächst 8 der 11 Ortschaften unserer Gemeinde in den Flächenbedarfsverkehr Hohenhameln/ Algermissen involviert werden, wobei zur Beförderung zunächst nur ein Fahrzeug zum Einsatz kommen soll. Der Kleinbus soll sich frei in der Fläche bewegen nach den Fahrtwünschen der Fahrgäste, die die Fahrten per App, Internet und Telefon buchen können. Das ist in grober Skizzierung das Verfahren.

Wichtig ist mir als Sprecher des AK Senioren, Planung und Entwicklung noch, dass bis zur Realisierung im Dezember 2022 noch viel Öffentlichkeitsarbeit, Aufklärung und Werbung über dieses Modellprojekt geleistet werden muss, damit dieses Projekt von den Bürgerinnen und Bürgern auch angenommen wird und im Ergebnis nachhaltig und dauerhaft implementiert wird. Ich bitte Sie alle um Zustimmung zu dieser Beschlussvorlage. Das ist eine große Chance für uns.“

 

Freundlich.

Kompetent.

Bürgernah.